Systemische Familientherapie

Die Systemische Familientherapie betrachtet Menschen in ihren Beziehungen. Die Frage nach dem „Wie“ und nach Funktionen von Verhaltensweisen in der Gegenwart ist wichtiger als die Frage nach dem „Warum“ von Vergangenem - auch wenn wir gemeinsam hinschauen, wie so manches Problem zustande gekommen ist.

Einzeltherapie

Jeder von uns erfährt in seinem Leben Situationen, in denen die bisherigen Lösungskonzepte nicht mehr reichen und sich die Tage so richtig schwer anfühlen. Das Gewohnte kann uns hemmen und Neues Angst machen. Ständig sind Entscheidungen zu treffen, aus vielen Angeboten im Leben zu wählen und dennoch bringt die Fülle manchmal mehr Last als Erleichterung. Erlebt wird dann eine Zwiespältigkeit, ein Spannungszustand und eine Zerrissenheit - sowohl im Gefühlsleben, als auch in Situationen, die eine Entscheidung des Verstandes erfordern.

Dazu kommt womöglich, dass sich Belastungen in allerlei unerwünschten Symptomen und Momenten zeigen und ihr Leben ordentlich einschränken. Traurigkeit oder depressive Zustände machen sich breit, wofür Sie im ersten Moment überhaupt keine Erklärung haben. Wenn solche Zustände schon recht lange dauern, wäre es doch gut, mit jemandem zu sprechen. Probleme mit sich selbst auszumachen, hilft eine Zeit lang. Auf längere Sicht gesehen steuert uns dieser Lösungsversuch allerdings in enge Bahnen und lässt neue Sichtweisen nur schlecht zu. Abgesehen davon lösen sich manche Probleme einfach nicht von selbst und ganz oft auch nicht im Alleingang.

Geben Sie sich die Erlaubnis, Neues auszuprobieren und wieder Einfluss auf ihre Lebensgestaltung zu bekommen. In der Therapie kann scheinbar Unaussprechliches und Unausgesprochenes ausgesprochen, Schweres abgeladen, Gewohntes umgeschrieben oder verändert werden. Menschen erzählen oft, dass alleine der Anruf zur Terminvereinbarung schon Erleichterung gebracht hat - ein Gefühl, auf einmal nicht mehr alleine mit den kreisenden Gedanken zu sein.

Wie wir die Dinge bewerten, beeinflusst unser Gefühlsleben und unser Handeln.


Paartherapie

Viele Menschen wünschen sich eine glückliche und stabile Beziehung und trotzdem gelingt sie manchmal einfach nicht – so sehr wir uns auch bemühen.

Der Alltag drängt oft persönliche Anliegen und gemeinsame Träume in den Hintergrund und schafft ein Gefühl, parallel neben dem Partner zu leben. Unausgesprochene Kränkungen, Sehnsüchte oder Ängste verunmöglichen Kommunikation und Zweisamkeit. Der Blick von außen und die Ermutigung, Dinge zur Sprache zu bringen kann Ihnen helfen, als Paar zu wachsen und Bedürfnisse zu beachten. Denn Vorwürfe bringen niemanden weiter.

Wenn du nicht sagst was du meinst, meine ich das, was du sagst.


Familientherapie

Familienleben kann uns in Krisensituationen ganz schön durcheinander- und an unsere Grenzen bringen – als Paar, als Alleinerziehende/r, als Patchwork-Familie.

Schwierige Zeiten kosten viel Kraft und fordern uns. Die Geburt eines Kindes, der Schulbeginn, die Pubertät, der Tod eines Familienmitglieds bringen veränderte Bedingungen in die Familie. Alte und neue Konflikte tauchen auf und stellen gleichzeitig mit diesen Umstellungsphasen eine tägliche Herausforderung dar. Belastende Zeiten kann eine Familie lange Zeit mit ihren gewohnten „Rezepten“ schaffen. Wenn dann auf einmal das Gefühl aufkommt, dass die alten Lösungsstrategien nicht mehr reichen, ist der Schritt in eine Therapie die Chance, anstehende Belastungen als Familie gemeinsam anzusprechen.

Eine Krise kann eine Gefahr und eine gute Gelegenheit – eine Chance – sein.